Postmeilensäule Reifland

Ortseingang von Rauenstein kommend

1704 wurde auf dem alten Silberwagenweg zwischen Annaberg und Freiberg die Fahrpost eröffnet. Aus diesem Anlass errichtete man 1723 in Reifland diese Postsäule, eine sogenannte Ganzmeilensäule, von der auch heute noch abzulesen ist, dass z.B. die Fahrzeit bis Freiberg 5 Stunden betrug.

Grundlage für die Aufstellung der sächsischen Postmeilensäulen bildeten die kartografischen Arbeiten des Pfarrers Adam Friedrich Zürner aus Skassa. 1713 erhielt Zürner den Auftrag die kursächsischen Gebiete zu vermessen. Die kursächsischen Postmeilensäulen sind Meilensteine, die Entfernungen angeben. Diese Säulen wurden während der Regierungszeit Augusts des Starken und seines Nachfolgers, August III. im Gebiet des Kurfürstentums Sachsen aufgestellt. Dafür konstruierte Zürner eigens einen Messwagen. Zur Vereinheitlichung unterschiedlicher Meilenmaße wurde daher im Jahr 1722 die Kursächsische Postmeile (1 Meile = 2 Wegstunden = 2000 Dresdner Ruten) eingeführt, als Entfernungsangabe aber die Wegstunde. Heute findet man noch etwa 200 Postmeilensäulen im Raum Sachsen und angrenzenden Gebieten.

Die Ganzmeilensäulen waren etwa 3,70 m hoch, schlank und den Distanzsäulen ähnlich. Die Inschriften zeigten in jede Fahrtrichtung die vergoldeten Initialen „AR“, die nächste Stadt mit Entfernungsangabe, das Jahr der Anfertigung und das goldene Posthorn. Die gerade, durch vier teilbare Reihennummer befand sich auf der zur Straße gewandten Seite der Säule. Die 4. Seite ist ohne Inschrift. Die Säulenteile waren auch hier durch Bolzen
verbunden und die Schriften wurden eingemeißelt.

Ausführliche Informationen zu weiteren Postmeilensäulen finden Sie online.

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