Auf dem Hohndorfer Berg wird ab Montag (25.07.2022) bis einschließlich 19. August die Bundesstraße 174 zwischen der Abfahrt Zschopau-Süd und der Ortslage Hohndorf voll gesperrt. Grund ist die Erneuerung der Asphaltbinder- und -deckschicht über die gesamte Breite der Straße, teilt das Landesstraßenbauamt (Lasuv) mit. Seit Dezember rollt der Verkehr auf dem Hohndorfer Berg nur noch auf zwei Spuren. Die Fahrbahn weist am Rand Schäden auf, die trotz Flickung immer wieder aufbrachen. Damit die Fahrzeuge auch während der Wintermonate sicher rollen, hat die Straßenmeisterei den Fahrbahnrand im Dezember gesperrt und die Überholspur kassiert. Nun soll die Straßendecke auf einer Länge von 2,4 Kilometern erneuert werden.

Die Umleitung aus Richtung Chemnitz in Richtung Marienberg führt von der Abfahrt Zschopau-Süd über die Staatsstraße 228 durch Scharfenstein und Hopfgarten bis zur B 101 und von da weiter zur Heinzebank. In der Gegenrichtung wird der Verkehr über die S 227 und S 223 durch Börnichen und Waldkirchen und weiter über die S 235 bis zur B 174 Zschopau-Nord geführt. Die Ortsdurchfahrten Großolbersdorf und Krumhermersdorf sowie die Alte Marienberger Straße in Zschopau und Hohndorf sind während dieser Zeit für den Lkw-Verkehr gesperrt.

Während der Vollsperrung der Bundesstraße wird in der Ortslage Hohndorf zudem ein Verkehrsversuch vorbereitet. Die Arbeiten sollen laut Lasuv im August abgeschlossen werden und das zwischen Landkreis, Gemeinde, Polizei und Lasuv abgestimmte Verkehrskonzept anschließend in Kraft treten. Es sieht vor, den Verkehr über zwei statt bislang drei Fahrstreifen durch den Ort zu führen. Davon versprechen sich die Beteiligten eine Verbesserung der Situation für Anwohner. Vor allem Fußgänger könnten die Bundesstraße dann besser überqueren. Auch die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss will die Behörde in der Praxis untersuchen. Der Verkehrsversuch soll mindestens ein Jahr lang dauern, um die Verkehrslösung unter allen Witterungsverhältnissen zu prüfen.

Von Anwohnern der Transitstrecke gab es indes schon im Vorfeld Kritik. Ihr Problem ist in der Hauptsache die Lärm- beziehungsweise Geräuschbelastung durch den Schwerlasttransport. Der werde sich nicht verringern, nur weil die dritte Spur, die Überholspur in Richtung Grenze, verschwinden soll, sagen sie. |mit tw

Freie Presse, Lokalteil Marienberg, vom 20.07.2022