Talsperre Saidenbach: Mauerkrone wird saniert

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Sperrung der Mauerkrone bis Ende 2022!

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat am 16. Mai 2022 mit Sanierungs- und Reparaturarbeiten an der Mauerkrone der Talsperre Saidenbach (Erzgebirgskreis) begonnen. Die Mauerkrone bleibt während der gesamten Bauzeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Für den Talsperrenrundweg, der in das örtliche Wanderwegenetz eingebunden ist, wird eine Umleitung ausgeschildert. Die Sanierung soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein und kostet rund 800.000 Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

Im Rahmen der Bauwerksüberwachung wurde festgestellt, dass die Abdichtung der Mauerkrone undicht ist. Grund dafür sind Risse und Blasen im Asphaltbelag. Dadurch kann Niederschlagswasser in die Staumauer einsickern und zu Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk der Staumauer führen. Die Unebenheiten im Belag sind zudem eine Gefahrenquelle für Passanten.

Die Mauerkrone wurde im Jahr 1992 umfassend instandgesetzt. Dabei wurde als oberer Abschluss der Staumauer eine Stahlbetonplatte eingebaut und mit einer Dichtung versehen. Auf die Dichtungsschicht wurde ein bituminöser Fahrbahnbelag aufgetragen. Dieser ist nach 25 Jahren Nutzung nun sanierungsbedürftig.

Hintergrundinformation

Die denkmalgeschützte Bruchsteinmauer der Talsperre Saidenbach ist rund 334 Meter lang und vier Meter breit. Der Weg, der über die Mauerkrone führt, ist öffentlich begehbar und ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.

Die Trinkwassertalsperre Saidenbach wurde zwischen 1929 und 1933 gebaut. Sie ist der größte Rohwasserspeicher im Talsperrenverbundsystem Mittleres Erzgebirge. Zusammen mit den Trinkwassertalsperren Neunzehnhain I, Neunzehnhain II und Einsiedel stellt sie Wasser für die Versorgung der Großstadt Chemnitz sowie Teile des Landkreises Mittelsachsen und des Erzgebirgskreises bereit.

 

Kategorie: Informationen
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